Die Mitglieder des ver.di-Landesbezirksvorstandes Berlin/Brandenburg haben am 26.06.2006 in ihrer planmäßigen Sitzung den Antrag des ver.di-Landesbezirkserwerbslosenausschusses zur Einführung eines landesweiten Sozialtickets mit einem einstimmigen Votum versehen.
Die DGB-Vizevorsitzende von Berlin/Brandenburg, Doro Zinke, wandte sich mit einen analogen Schreiben vom 09.06.2006 an die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, Dagmar Ziegler und den Minister für Raumordnung und Infrastruktur, Frank Szymanski (beide SPD). In ihrem Schreiben betonte Doro Zinke, dass Brandenburg über ein gut ausgebautes Verkehrsnetz verfügt, dies aber leider von immer weniger Erwerbslosen genutzt werden kann. Denn der im Rahmen des monatlichen Regelsatzes im Arbeitslosengeld II vorgesehene finanzielle Betrag von 19,00 Euro für die Benutzung von Verkehrsmitteln deckt nicht die tatsächlichen Kosten ab.
Gleichzeitig verwies sie auf gute Erfahrungen mit der flächendeckenden Einführung des Semestertickets für Brandenburger Studentinnen und Studenten, aber auch für Berliner Studierende. Zudem sollte das für Berlin geltende Sozialticket trotz leerer Kassen auch für Brandenburg ein Ansporn sein.
Wir sind der Hoffnung, dass auf dem am 1. Juli stattfindenden Landesparteitag der SPD in Fürstenwalde ein erstes positives Signal diesbezüglich gesendet wird.
Carsten Zinn
(Vorsitzender des Erwerbslosenausschusses im ver.di-Bezirk
Uckermark/Barnim und im ver.di-Landesbezirk Berlin/Brandenburg)